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Bionic Commando ist weder Fisch noch Fleisch, noch Hop oder Top. Es ist ein solides Actionspiel aus dem Hause Capcom, mehr aber auch nicht. Die kleinen Macken, wie die für Anfänger komplizierte Steuerung und die doch fehlende Abwechslung im Spielverlauf, senken den Spaß am Spiel gewaltig. Ein sehr positiver Aspekt ist der bionische Greifarm, welcher nicht nur als ''Fortbewegungsmittel'', sondern auch als Multifunktionswaffe eingesetzt ...

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Bionic Commando - Neuer Hit von Capcom oder ein Griff in's Klo?
Lohnt es sich?
| 01.08. - 01:37 UHR
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Capcom gehört zu den größten und besten Videospiel-Entwickler überhaupt. Über die Jahre hinweg haben sie sich mit den zwei Aushängeschildern Resident Evil & Devil May Cry oder aber auch Neuheiten wie Lost Planet & Dead Rising an der Spitze der Entwickler der Branche gehalten. Während sich Lost Planet 2 & Dead Rising 2 noch in der Entwicklung befinden, ist Resident Evil 5 schon längst auf dem Markt. Bei diesen großen Namen geriet Bionic Commando, welches sich seit Mai 2009 auf dem Markt befindet, schon fast in den Hintergrund. Nun die große Frage: Kann Bionic Commando sich hinter den großen Titeln von Capcom einreihen oder ist es ein Spiel, welches man besser im Regal stehen lässt? Wir haben in der nun folgenden Review die Antwort auf diese und noch weitere Fragen! 

 
Einleitung, Story & Erste Schritte

Einleitung, Story & Erste Schritte

Bionic Commando ist die Fortsetzung des NES-Klassikers, welcher im Jahre 1988 in den USA für mächtig Furore sorgte. Fast jeder NES-Besitzer konnte eine Version des Spiels sein eigen nennen. Heute, 21 Jahre später, ist es dann endlich soweit: Das japanische Entwicklerstudio Capcom veröffentlicht die Fortsetzung zu Bionic Commando, welche fortan in HD auf Xbox 360, Playstation 3 & PC ihren Lauf nimmt. Natürlich die große Frage: Kann Capcom mit der Fortsetzung des Spiels nach 21 Jahren den selbigen Erfolg erreichen, wie man ihn aus alten Zeiten kennt? Die Chancen stehen nicht schlecht, zumal sich Capcom in den vergangenen Jahren mit Titeln wie Resident Evil, Devil May Cry, Lost Planet & Dead Rising ganz oben in die Bestenliste der Entwickler eingereiht hat. Ob sich die Neuauflage und gleichzeitige Fortsetzung zu Bionic Commando wirklich lohnt, erfahrt ihr auf den nun folgenden Seiten. Wenn es nach den Gedankengängen von Nathan »RAD« Spencer, seinerseits Hauptcharakter des Spiels, gegangen wäre, würde sicherlich einiges anders laufen. Zum Dank seines Einsatzes gegen die terroristischen Imperialen wird er in die Todeszelle gesteckt und dort auf's übelste behandelt. Und das obwohl er die Scherken fast im Alleingang besiegt hatte. Knapp vier Monate nach seinen Heldentaten und dem Aufenthalt in der Todeszelle, führen die Imperialen einen erneuten Anschlag auf Ascent City durch. Die Stadt liegt in Schutt und Asche, die Marine ist durch die noch jungen Ereignisse geschwächt und kann nur bedingt helfen.

Schnell erinnert sich Kommandant Super Joe, welchen wir vor einigen Jahren aus den Fängen der gegnerischen Truppen befreiten, an den Supersoldaten, den er einst ins Kittchen steckte. Nathan war schneller aus der Todeszelle als er ''Capcom'' sagen konnte. Er bekam von Joe die Aufgabe, ganz Ascent City im Alleingang von den sogenannten BioReign-Terroristen zu befreien, um wenigstens einen Teil der Bevölkerung zu retten. Das diese Aufgabe schwer bis fast unmöglich ist, wusste bis zu diesem Zeitpunkt keiner. Die gegnerischen Soldaten waren nicht nur zahlreich in der Stadt verteilt, sondern waren zu dem noch stark bewaffnet. Wer aber einen Supersoldaten wie Spencer in die Todeszelle steckt, der ist auch kalt genug, um uns in den fast aussichtslosen Kampf zu jagen. Schnell waren wir in einer der Kapseln verstaut, mit welcher wir anschließend über Ascent City abgeworfen werden. Das Abenteuer beginnt! Unsere erste wirkliche Aufgabe besteht darin, dass wir unseren bionischen Arm in den Trümmern wieder finden müssen. Dieser wurde zur Sicherheit in einer separaten Kapsel verstaut.

Während unserer Suche müssen wir uns auf die normalen Standard-Waffen - wie zum Beispiel Pistole - beschränken. Entwickler & Publisher Capcom nutzt diesen ersten Abschnitt des Spiels sehr geschickt, um euch ein Grundwissen in Sachen Steuerung, Umgebung & Gegner zu vermitteln. Habt ihr euch den Weg durch die zerstörten Büroräume gemacht, liegt die Kapsel mit dem Metallarm auch schon im Eingangsbereich des Gebäudes. Wir schnappen uns den metallenen Grabscher und schon startet ein virtuelles Trainingsprogramm im Retrostil. Wir bekommen nun den Umgang mit dem aussergewöhnlichen Körperteil erklärt. So lernen wir beispielsweise, wie man den Arm als Waffe oder auch Liane benutzt. Nathan kann sich nämlich von ''Stahlträger zu Stahlträger'' hangeln, was euch langweilige Laufwege über die Straßen Ascent City's erspart. Sehr nettes Feature: Wer das Download-Spiel Bionic Commando Rearmed vom PlayStation Store- oder Live Arcade Marktplatz besitzt, hat die Möglichkeit ein hübsches, alternatives Outfit für Nathan freizuschalten.

Gameplay, Technik & Umfang

Wenn man sich die Spielsparte von Capcom mal genauer unter die Lupe nimmt, merkt man schnell, dass der japanische Entwickler & Publisher nicht auf ''Rätselraten'' und ''Denkspielchen'' steht. Spiele wie Resident Evil 5 oder auch Lost Planet sind für die pure Action bekannt. Einzig und alleine Devil May Cry tanzt da ein wenig aus der Reihe. In Bionic Commando erwarten euch keine großen Gedächtnisaufgaben. Im Gegenteil: Oft sprintet oder hangelt ihr euch nur durch die zerstörte Stadt, welche übrigends nicht im aktuell im Trend liegenden Open-World-Stil gehalten ist, und erledigt die zahlreich vorhandenen Terroristen. Als einzige ''Abwechslung'' dienen Kommunikationsterminals, an denen Minenfelder ausgeschaltet oder Level beendet werden. Gespeichert wird während dem Leveldurchlauf automatisch oder nach Beenden des Levels. Die ersten Abschnitte des Spiels geben euch die optimale Möglichkeit, in die manchmal ziemlich bockige Schwung-Mechanik hinein zu finden. Zwar sind euch die Grundsteuerungselemente nach dem Tutorial klar, jedoch macht bekanntlich Übung den Meister. Die mechanische Metallklaue ist jedoch nicht nur zum schwingen da, sondern kann durchaus auch als Multifunktionswaffe genutzt werden. Habt ihr euren Gegner anvisiert, bietet man euch die Möglichkeit ihm einen ordentlichen Kick zu verpassen, welcher ihn sofort in die weite Welt des Jenseits befördert. Aber auch herumliegende Felsbrocken oder Wrackteile können als Waffe genutzt werden. Ähnlich wie mit der Gravity Gun aus Half Life 2 greift Nathan per Knopfdruck Gegenstände und schmeißt sie anschließend auf die feindlichen Objekte. Das Kampfsystem ist sehr abwechselnd und innovativ gestaltet. Es liegt nun an euch, ob ihr euch mit den Standard-Waffen wie Pistole oder Machinengewehr durch die zerstörte Stadt ballert oder ob ihr den bionischen Arm von Nathan im Kampf benutzt.  

Das Leveldesign ist einer der positiven Kaufgründe des Spiels. Auch wenn Bionic Commando nur in einer zerstörten Stadt mit dem Name '' Ascent City '' spielt, sind die verschiedenen Abschnitte des Spiels sehr abwechslungsreich gestaltet. So ballern wir uns durch Hochhausruinen, in Mitleidenschaft geratene Tunnelsysteme oder aber auch durch Außenlevel wie Waldgebiete, Canyons oder verregnete Hafenabschnitte. Auch wenn ihr kein wirkliches Ende eines Levels ausmachen könnt, bewegen wir uns völlig linear durch die verschiedenen Abschnitte, welche durch tödliche, radioaktive Strahlung eingegrenzt sind. Nährt ihr euch den Strahlen, beginnt das langsame Ableben von Spencer. 
Bionic Commando sieht auf Xbox 360 & Playstation 3 fast identisch aus. Ruckeln oder Zeilenverschiebungen sind so gut wie nicht vorhanden. Nur wer genauer hinschaut, findet bei Sony's Playstation 3 leichtes Kantenflimmern. Durch den starken ''Verwischeffekt'' und den hübschen Lichteffekten wirkt die Endzeit-Atmosphäre des Spiels überzeugend. Der Sound ist nicht das Gelbe vom Ei, durch Surround-Effekte fühlt man sich jedoch wie mitten im Geschehen. Ein großer Kritikpunkt ist und bleibt die Ladenzeit während und zwischen den Levelabschnitten. Trotz einstündiger Installation auf die Festplatte der Playstation 3, konnten wir keine Besserungen der Ladezeiten feststellen. Auch nach der Installation auf Microsofts Xbox 360 bleibt die Ladezeit bei der gewohnten Länge. 

Für das Durchspielen der zwölf Kapitel großen Einzelspieler-Kampagne war ein Zeitaufwand von knapp 8 Stunden nötig. Die Spielzeit verlängert oder verkürzt sich beim Auswählen des Schwierigkeitsgrades. Zu dem gibt es freischaltbare Extras, welche durch kleinere Minispiele aufplöppen. Auch ein Multiplayer-Modus spendiert Capcom der Neuauflage und gleichzeitigen Fortsetzung des NES-Klassikers. Trotz 49 vorhandener Achievements bzw. Trophys ist der Wiederspielwert sehr gering. Nach dem ersten Durchgang habt ihr aufgrund des ''Schlauchprinzips'' alles gesehen, was es nur zu sehen gibt. 

 
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